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Die Arbeiten im Weinberg
Der Rebschnitt
Sobald die Winterkälte den Rebstock zur Zurücknahme des gesamten Saftstromes bewogen hat und somit die Winterruhe der Reben eingetreten ist, können wir mit dem Schneiden beginnen. Hier setzen wir den ersten Schritt zum Stockaufbau und zur Ertragsreduktion und damit zur Hebung der Qualität. Die abgeschnittenen Rebtriebe werden meist unter Maschineneinsatz
zerkleinert und in den Boden eingearbeitet. Sie sorgen somit für
eine natürliche Humusanreicherung des Bodens.
Das Biegen und Binden
Im Frühjahr ist im Weinberg Hochsaison. Wenn der Rebschnitt abgeschlossen ist, haben die Reben eine Rute mit 8 - 10 Augen. Damit wurde der wichtigste Schritt hin zur Qualitätsweintraube gesetzt. Nun können wir die Ruten vorsichtig zum Draht biegen und anbinden.
Die Bodenbearbeitung
Mit der mechanischen Bodenlockerung wird das natürliche Bodenleben
angeregt und das Wassermanagement unserer trockenen Lagen gefördert. Danach erfolgt die Einsaat von Begrünungspflanzen und auch Ausbringung von weiteren organischen Düngern (z.B. Stallmist und Kompost), sodass wir ein best mögliches Bodengefüge bekommen und vor allem auch Lebenraum für die hilfreichen Bodenlebewesen und Nützlinge bieten.
Ausbrechen und Stammputzen, Entblättern
Mit den ersten Triebspitzen beginnt auch schon die Blattarbeit. Sämtliche Triebe, die direkt aus den Stämmen wachsen, werden nun sorgsam herausgeschnitten. Wenn die Triebe größer werden, heißt es Ordnung machen. Nur die schönen, festen Triebe bleiben stehen. Sie werden uns hochwertige Trauben bringen und dafür brauchen sie Platz und Luft.
Deswegen wird bereits vor und in der Blüte bereits die Traubenzone entblättert. Die Trauben verrieseln und erhalten dadurch eine lockere Traubenstruktur und nebenbei auch eine weitere Fruchtausdünnung.
Auch wird die Beerenhaut durch die direkte Sonnenenstrahlung dicker und lagert mehr Tannine und Inhaltstoffe ein. Die nachwachsenden Blätter erhalten eine höhere Photosynteseleistung und kommen so der Weinqualität zusätzlich zu gute. Ein zu dichter Laubbewuchs führt zu Krankheiten, weil die Traubenzone nicht gut belüftet ist und somit nach Regenfällen nicht rasch abtrocknen können.
Die Laubarbeiten
In der Wachstumsphase zwischen Juni und August wächst eine starke Laubwand
im Weinberg heran. Sie wird durch das Heften der Rebtriebe schön locker und gleichmäßig verteilt in den Drahtrahmen eingefädelt. Eine gesunde, grüne Laubwand, ist
für die Photosynthese und Assimilation in den Blättern sehr
wichtig. Auch wird im späteren Verlauf die Höhe der Laubwand durch das Gipfeln der Triebspitzen begrenzt, damit sich die Kraft der Rebe auf die Trauben konzentrieren kann.
Das Ausdünnen
Jetzt geht's an die so genannte "Grünlese". Dabei werden Trauben abgeschnitten, damit die gesamte Energie der Rebe in die wenigen verbliebenen Trauben fließt. In unseren Toplagen LaRoche, Geisterberg, Rothenpfad und Klostergarten aus denen die S & SL-Weine stammen werden dabei nochmals entblättert und bis zu 70% im Ertrag reduziert.
Die Weinlese
Kurz vor der Lese wird es spannend. Täglich fahren wir in die Weinberge und schauen uns die Reife der Trauben an. Mit Hilfe des Refraktometers können wir den Zuckergehalt bestimmen. Eine Kostprobe der Beeren zeigt uns die Harmonie im Geschmack und mit Blick und Biss auf Kerne und Schale bestimmen wir die physiologische Reife.
Wenn wir mit der Reife zufrieden sind und auch noch Glück mit dem Wetter haben, wird emsig vorgelesen. Wir arbeiten wir in kleinen Teams, die gut eingeschult sind, denn die Lese erfordert viel Erfahrung und Feingefühl. Gezielt werden nur die faulen und unreifen Trauben herausselektiert.
Keller - die zweite Werkstatt
Was für den Anbau gilt, muß sich bei der Vinifikation bewahrheiten.
Reduktiver Ausbau, minimale Schwefelung, langsame Gärführung
...
Die Trauben, das Lesegut sollten die "Autoren" des zu
verkostenden Weines sein. Der Kellermeister als "Weinmacher"
erweist sich dann als guter "Handwerker", wenn er Kreszenzen
nicht im Labor erfindet, sondern im Dialog mit der Natur kreiert. Im
ESPENHOF ist diese Erkenntnis Praxis. Rotwein - Raritäten werden
ohne Erhitzen bereitet. Lange lagert der Jungwein auf der Hefe, klärt
sich aus eigener Kraft. Eine einzige Filtration genügt, ehe der
Wein auf die Flasche kommt. Modernste, rein physikalische Technik erlaubt
behutsamstes Abfüllen.
Barrique - vom Holz geküsst
Für die Fässer wird ausschließlich Eichenholz bestimmter
Eichenarten aus ganz bestimmten Gebieten Europas und Amerikas verwendet.
Das Fass gibt dem darin ausgebauten Wein einen unverwechselbaren Geschmack.
Dieser ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig wie Herkunft
der Eiche, Herstellungsart, Dauer der Trocknungsphase und vor allem
Stärke des Fasseinbrandes, was in der Fachsprache als Toasting
bezeichnet wird. Der Begriff Barrique wird im deutschen Sprachgebrauch
häufig auch als Synonym für den Barrique-Ausbau verwendet.
In unserem Weinshop finden Sie eine ganze Reihe von besonders hochwertigen
Weinen, die im Barrique ausgebaut wurden.
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